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Anna Sydow

Person (1525–1575)

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Anna Sydow (auch Anna Sidow, verheiratet Anna Dieterich; * um 1525; † 1575 in der Zitadelle Spandau) war die Geliebte des brandenburgischen Kurfürsten Joachim II. Im Volksmund war sie bekannt als die „schöne Gießerin“, da sie die Frau des Zeugmeisters und Geschützgießers Michael Dieterich war. Sie ist eines der Urbilder der Weißen Frau, des „Hausgespenstes“ der Hohenzollern. Anna Sydow war die Tochter von Andreas Sydow und Gertraud Schneidewind. Eine jüngere Schwester Elisabeth war mit dem Prediger Joachim Pasche verheiratet. Kurfürst Joachim soll sich die Anna Sydow zur Geliebten genommen haben, nachdem seine Frau Hedwig 1549 einen Unfall erlitten hatte, bei dem sie am Unterleib verletzt wurde und fortan nur noch an Krücken gehen konnte, was sowohl dem kurfürstlichen Ehegenuss als auch dem Jagdvergnügen Abbruch tat. Anna Sydow wohnte über viele Jahre im Jagdschloss Grunewald, das Joachim hatte erbauen lassen, und gebar ihm zwei Kinder. Der Kurfürst scheint sich öffentlich in Begleitung der „Gießerin“ und ihrer Kinder gezeigt zu haben, was zu (auch für ihn) vernehmlichem Murren der Untertanen führte. Er soll sich aber darauf nichts haben anmerken lassen und lediglich zur „Gießerin“ gesagt haben: „Kanst du nicht bey Seyte gehen?“ Eine Tochter wurde durch Joachim sogar geadelt und hieß Magdalene von Brandenburg, Gräfin von Arneburg (1558–1610). Ein 1562 geborener Sohn Andreas starb 1569 mit sieben Jahren.

Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·

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