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Annawerk
Business
Business, Rödental (1857)
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Das ehemalige Annawerk, die heutige Saint-Gobain Industriekeramik in dem Rödentaler Stadtteil Oeslau in Oberfranken, ist ein Produzent keramischer Erzeugnisse, schwerpunktmäßig für den technischen Bedarf. Am 14. Juli 1857 erhielt Joseph Rudolph Geith, der damals Pächter des Coburger Gaswerkes war, von der herzoglichen Landesregierung in Coburg die Konzession, zur Errichtung einer Backstein- und Kalkbrennerei, ferner zur Fabrikation von Siderolith und aller Waren, die aus Ton und feuerfester Erde gefertigt werden können. Mit der Kalkbrennerei konnte die Versorgung des Gaswerkes mit Kalk zum Reinigen des Holzgases und mit der Backsteinbrennerei die Belieferung mit Schamottsteinen zur Leuchtgasherstellung preiswerter sichergestellt werden. Aufgrund in der Nähe vorhandener Ton- und Kalkvorkommen sowie der geplanten Bahnstrecke Coburg–Sonneberg wählte Geith die Gemeinde Oeslau als Standort für die „Thonwaarenfabrik“. Ende 1857 nahm das Werk auf 5000 Quadratmeter Grundstücksfläche die Produktion auf. Die Rohstoffe kamen anfangs aus der Tongrube in Kipfendorf und ab 1930 aus Spittelstein. Die Fertigung umfasste Schamottesteine, Backsteine und gebrannten Kalk und Gips. Sie wurde mit der Zeit kontinuierlich erweitert. Ab 1868 wurden Tonröhren für die Kanalisation produziert, 1875 kam säurefestes Steinzeug für die chemische Industrie hinzu, 1879 Dachziegel, 1889 Trottoirplatten, 1892 Hartporzellansteine für Mühlen und 1906 Sanitärkeramik.
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