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Jagdpark

Park

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Ein Jagdpark, auch Tiergarten genannt, ist ein häufig durch Gewässer, Mauern und Zäune abgegrenzter, oft als Landschaftsgarten oder Wald ausgeprägter Park bzw. Teil einer Landschaft, dessen Hauptzweck die Jagd, das Jagdreiten und die Haltung von Jagdwild ist oder war. Herrscht bei historischen Anlagen hingegen der Aspekt der Präsentation von seltenen und exotischen Tieren vor, so spricht man von einer Menagerie. Mit Blick auf wissenschaftliche, pädagogische und touristische Gesichtspunkte entwickelte sich daraus die Zurschaustellung von Tieren in Zoos. Ähnlich wie bei der Entwicklung der Gartenkunst in Ägypten und im Vorderen Orient stehen Jagdparks am Beginn der chinesischen Gartenkunst. Als Abbild einer geordneten Welt, als Symbol der Umschließung und Beherrschung der wilden Natur durch den Menschen und als Träger einer politisch-religiösen Legitimationsfunktion gilt er als eine Erfindung der Han-Dynastie, die von 206 v. Chr. bis 220 n. Chr. das Kaiserreich China regierte. Die wohl älteste Einrichtung dieser Art in Deutschland ist der Tiergarten Colditz in Colditz, er wurde im Jahr 1523 erstmals urkundlich erwähnt. In Europa, wo der Adel die Landschaften in seine Domänen besonders seit dem Mittelalter als Jagdrevier herrichtete und in diesem Bemühen den Gebäudetyp des Jagdschlosses entwickelte, kam der Jagdpark in der Zeit des Absolutismus zum Höhepunkt und wurde als Schauplatz einer aristokratisch verfeinerten Fest- und Jagdinszenierung mit besonderen Eigenschaften ausgestattet.

Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·

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