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Mathias Hirsch
German psychiatrist
German psychiatrist, born 1942
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Mathias Hirsch (* 29. Dezember 1942 in Magdeburg) ist ein deutscher Psychiater, Psychoanalytiker und Buchautor. Er untersuchte als einer der ersten deutschen Psychoanalytiker in den 1980er-Jahren die Dynamik und die Wirkungen chronischer Beziehungstraumata (in der Familie) auf das sich entwickelnde Kind. Dabei wurde ihm Sándor Ferenczi, der Freund und Schüler Freuds, zum Vorbild und Identifikationsobjekt. Hirsch wurde als erster Sohn des Arztes Joachim Hirsch und seiner Ehefrau Beatrix geboren. Der immer wieder kranke Vater war kriegsuntauglich und arbeitete in einem Magdeburger Krankenhaus. Wegen der Bombardierung der Stadt wurde die Mutter mit dem Säugling in ein weit entferntes Dorf evakuiert, während der Vater weiter als Chirurg in Magdeburg arbeitete. Anfang 1945 wurde der Vater mit der Familie in die Kreisstadt Gardelegen, wo es keinen Arzt gab, versetzt, um dort als praktischer Arzt tätig zu sein. Für das Kind war der Vater als der große Arzt und wunderbare Geiger das Idol, das aber wegen seiner ständig wechselnden Krankheiten, die schließlich zu seinem Tode führten, enttäuschte; für den Sechsjährigen ein traumatisierender Verlust. Als der Vater 1949 verstarb, begann die Mutter, die in einer deutschen Community in Brasilien aufgewachsen und erst 1939 nach Deutschland gekommen war, ein Studium der Pharmazie an der neu gegründeten Freien Universität in West-Berlin.
Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. · Image: Mathias Hirsch (CC BY-SA 4.0) ·