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Meeresstrand
Literary work
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Meeresstrand ist der Titel eines Gedichts von Theodor Storm, das 1853/54 entstand und 1856 erstmals gedruckt wurde. Das Werk gehört zu seinen Naturgedichten und findet sich in zahlreichen Anthologien. Die während des Exils in Potsdam entstandenen Verse schildern eine Abendstimmung am Wattenmeer, geben dabei aber nicht nur Natureindrücke wieder. Wie in dem bekannten, zuvor geschriebenen Gedicht Die Stadt weilt das lyrische Ich in einer Szenerie am Wasser und ist von Vogelstimmen und anderen Klängen umgeben. Ein Brief Storms an seinen Vater belegt, dass er mit den Versen auch sein Heimweh nach Husum zum Ausdruck brachte. Das Gedicht lautet: Ans Haff nun fliegt die Möwe, Und Dämm’rung bricht herein; Über die feuchten Watten Spiegelt der Abendschein. Graues Geflügel huschet Neben dem Wasser her; Wie Träume liegen die Inseln Im Nebel auf dem Meer. Ich höre des gärenden Schlammes Geheimnisvollen Ton, Einsames Vogelrufen - So war es immer schon. Noch einmal schauert leise Und schweiget dann der Wind; Vernehmlich werden die Stimmen, Die über der Tiefe sind. Die Form ist nicht so streng gebaut wie im Gedicht von der grauen Stadt.
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