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Schild-Verlag

Publishing house, Munich (1950)

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Der ehemalige Schild-Verlag mit Sitz in München wurde 1950 von Helmut Damerau und weiteren ehemaligen Funktionsträgern des NS-Staates gegründet. Die bekanntesten Publikationen des Verlages waren die Deutsche Soldaten-Zeitung (bis 1957 im Verlag) und das Deutsche Soldatenjahrbuch. In der frühen Bundesrepublik wurde der Verlag von Amerikanern und dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung aus wehrpolitischen Erwägungen finanziell gefördert. 2004 wurde das Verlagsprogramm vom Verlag VDM Heinz Nickel übernommen. Die Journalisten Thomas Assheuer und Hans Sarkowicz rechnen den Schild-Verlag unter die Verlage, die sich auf „Memoiren von NS-Funktionären und Offizieren, mit wissenschaftlich verbrämter Rechtfertigungsliteratur und mit das ‚Dritte Reich‘ verherrlichenden oder zumindest verharmlosenden Bildbänden“ spezialisierten. Diese Verlage „wenden sich mit Publikationen, die den Zweiten Weltkrieg zum positiven Erlebnis stilisieren, vor allem an die Mitglieder der soldatischen Traditionsverbände und an die (oft jugendlichen) Leser der sogenannten ‚Landser‘-Hefte.“ Die Gründungsgruppe des Verlages waren ehemalige NS-Funktionsträger, die in einem Kriegsgefangenenlager in Garmisch-Partenkirchen interniert waren. Helmut Damerau, vormals NSDAP-Kreisleiter und Landrat von Preußisch-Holland (Ostpreußen) und enger Mitarbeiter von Erich Kochs gründete den Verlag 1950 zusammen mit Heinrich Detloff von Kalben (zweiter Hauptgesellschafter), vormals NSDAP-Landtagsabgeordneter. Dritter Miteigentümer war der Tischlermeister Leo Giess. Weiterhin beteiligt waren Joachim Ruoff, vormals Mitarbeiter des SS-Führungshauptamtes sowie im Hintergrund der ehemalige General der Waffen-SS Felix Steiner. Eines der Ziele war die Herausgabe einer „Deutschen Soldaten-Zeitung“ (DSZ), die inhaltlich „antibolschewistisch“ ausgerichtet sein und eine „deutsche Verteidigungsbereitschaft“ fördern sollte.

Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·

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