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Segeroth

Human settlement in Germany

Ortsteil, Essen

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Der Segeroth war von Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein Industrie- und Arbeiterviertel in der Stadt Essen, oft als Wilder Norden bezeichnet. Es lag nordwestlich der Innenstadt zwischen Altendorf, Bochold und Altenessen. An seiner Stelle befindet sich heute ein Teil des Nordviertels mit dem Campus Essen der Universität Duisburg-Essen. Mit dem Aufschwung des Kohlenbergbaus, in diesem Gebiet speziell die Abteufung der Zeche Victoria Mathias im Jahre 1840, und später auch durch die enorme Expansion der Kruppwerke stieg die Bevölkerung Essens durch Zuwanderungen von Arbeitskräften sprunghaft an, und damit auch die Nachfrage nach billigem Wohnraum. So entstand innerhalb weniger Jahre, wo vorher noch Viehweiden und Äcker lagen, das Arbeiterviertel Segeroth. Die Siedlung erhielt zunächst aus Mitteldeutschland und bald hauptsächlich aus dem Osten des Deutschen Reichs Zuzug der dort beheimateten unterschiedlichen ethnischen Gruppen, unter ihnen auch osteuropäische Juden und Roma. Das damalige, noch kleinstädtisch geprägte Essen war mit diesem Ansturm überfordert. Seit den 1870er Jahren entstand in einer Gemengelage und städtebaulich ungeplant ein ethnisch bunt gemischtes Viertel mit „Arbeitersiedlungen, Schlaf- und Logierhäusern, Mietskasernen, Industrieanlagen, Eisenbahnlinien und Friedhöfen“. Vor allem die Industriellen Alfred Krupp und sein Sohn Friedrich Alfred Krupp, aber auch der Essener Bauunternehmer Piekenbrock waren die Bauherren der meist primitiven Mietskasernen mit hoher Bewohnerdichte.

Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·

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