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Subsidienregiment

Regiment, Germany

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Als Subsidienregimenter oder Mietregimenter werden Regimenter bezeichnet, die von Fürsten gegen Subsidien zeitweise oder auf Dauer anderen Fürsten, Reichskreisen oder Staaten überlassen wurden. Nach dem Niedergang der Ritterheere und dem Aufkommen der Söldnerheere im ausgehenden Mittelalter war es normal geworden, dass ein Fürst nicht selbst ein Heer aufstellte. Fehlende Geldmittel und eine noch unterentwickelte Infrastruktur verhinderten das Aufstellen ständiger Truppen. Fürsten beauftragten daher einen als Fachmann ausgewiesenen Soldaten, meist aus dem niederen Adel, als Obristfeldhauptmann gegen Geld für einen bestimmten Feldzug ein Heer aufzustellen, also Soldaten zu werben, auszurüsten und zu bezahlen. Der Obristfeldhauptmann war dann nicht nur Truppenführer, sondern auch Unternehmer, der lediglich durch einen Vertrag mit dem Fürsten verbunden war und nach Gewinn strebte. Das beste Beispiel für einen solchen Unternehmer war Wallenstein. Im ausgehenden 17. Jahrhundert erkannten einzelne Fürsten den Vorteil, wenn sie selbst als Werber ein Regiment aufstellten – im Auftrag eines anderen Fürsten und gegen Subsidien. Neu war an diesem System, dass der „Werber“ nicht persönlich als Inhaber oder Obrist des geworbenen Regimentes in den Dienst des geldgebenden Landesherrn trat, sondern selbst Landesherr war. Die vorherrschenden Gründe für das Aufstellen eines Regiments waren aus der Sicht des Subsidiengebers: Kapitalkräftige Subsidiengeber konnten über ausgebildete und ausgerüstete Truppenverbände verfügen, ohne auf die Bevölkerung des eigenen Territoriums zurückgreifen zu müssen, was die eigene Wirtschaftskraft verringert hätte.

Text: German Wikipedia, CC BY-SA 4.0. ·

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