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Tarodunum
Human settlement in Germany
Archaeological site, Breisgau-Hochschwarzwald District
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Tarodunum ist eine spätkeltische Befestigung in dem Gebiet, das im Norden von Burg am Wald 47.9731467.98264, im Osten von Himmelreich 47.9614797.990623, im Süden von Burg-Höfen 47.9632047.976117, im Westen von Kirchzarten 47.9692677.965903 und im Nordwesten von Zarten 47.9740947.960711 umschlossen und von der B31 durchschnitten wird. Außerdem wird dieser Name verwendet für die eigentliche Siedlung, welche einen Kilometer westlich der Befestigung gefunden wurde. Die Form der Anlage entspricht einem langgezogenen Dreieck zwischen den zwei Quellbächen der Dreisam, Wagensteigbach und Höllenbach, die mit Wällen geschützt waren; geschickt wurden die bis zu 15 m hohen Böschungen einbezogen. Es sind heute noch schwache Reste vom südöstlichen Wall erhalten, der als Heidengraben bezeichnet wird. Der Name Tarodunum wird schon von dem griechischen Geographen Claudius Ptolemäus für eine bedeutende rechtsrheinische Siedlung verwendet, seit 1815 wird er mit diesem Gebiet verbunden. Auch nach Ende der keltischen Besiedlung erscheint 765 der Name als Zardunia in einer frühmittelalterlichen Urkunde in St. Gallen und hat sich zu dem heutigen Namen Zarten entwickelt. Das Zentrum der Ansiedlung liegt an der Stelle, an der sich heute die Siedlung Burg-Birkenhof befindet. Dieses keltische Oppidum ist einer der wenigen Orte Deutschlands, die namentlich seit der Antike bekannt sind. Auffallend war, dass bei Geländebegehungen und Grabungen keine Spuren einer längeren Besiedlung durch Kelten gefunden wurden. Deshalb wird vermutet, dass es sich um ein Refugium für Zeiten der Not handelte, in dem die Bevölkerung Zuflucht fand.
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