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triviality
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Als trivial (lateinisch trivialis ‚gewöhnlich‘) gilt ein Umstand, der als naheliegend, für jedermann leicht ersichtlich oder erfassbar angesehen wird. Ob ein Umstand trivial ist oder nicht, kann allerdings nicht unbedingt verallgemeinert werden: So ist zum Beispiel die Erkenntnis, „dass flüssiges Wasser bei sinkenden Temperaturen irgendwann fest wird“, für die Angehörigen isolierter Völker der Tropen sicherlich nicht trivial, da Gefrieren unter diesen klimatischen und kulturellen Bedingungen nicht beobachtet werden kann. Die Beurteilung, ob etwas trivial ist, hängt also immer auch von den eigenen Erkenntnismöglichkeiten und vom kulturellen Hintergrund ab. Daneben kann trivial im Sinne von „alltäglich“ oder „unbedeutend“ auch eine Bewertung oder ein Geschmacksurteil ausdrücken, zum Beispiel bei der Beurteilung von Literatur, die nur der Unterhaltung dient. Das Adjektiv trivial geht über frz. trivial zurück auf lateinisch trivialis. Dies ist abgeleitet von lat. trivium „Kreuzung dreier Wege“ (wörtlich „Dreiweg“, zu tri- „drei-“ und via „Weg“). Weil sich an solchen Straßenkreuzungen das Volk traf, entwickelte das Wort trivialis die Bedeutungen „gewöhnlich“ und „jedermann zugänglich, allgemein bekannt“. An den Universitäten des Mittelalters bestand das Grundstudium aus den drei Fächern Grammatik, Rhetorik, Dialektik und wurde Trivium genannt. Diese Bezeichnung greift auf die ursprüngliche Bedeutung „drei Wege“ zurück. Zugleich stand das Trivium als einfaches Studium dem anspruchsvolleren Quadrivium gegenüber (Studium der vier Fächer Arithmetik, Geometrie, Musiktheorie (Harmonik) und Astronomie/Astrologie).
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