Común · Arquitectura

Drususallee

Calle, Bolzano

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Die Drususallee (auch: Drususstraße; italienisch Viale Druso) ist eine ca. 3 km lange Straße, die zu den wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen gehört. Im östlichsten Teilstück komplett im Stadtviertel Gries-Quirein, in weiterer Folge an dessen Südgrenze zu den Vierteln Europa-Neustift und Don Bosco gelegen, führt sie von der 1931 errichteten Drususbrücke über die Talfer durch die westlichen Stadtteile bis zur Verzweigung in Meraner Straße und Sigmundskroner Straße (Richtung Überetsch). Am Hadrianplatz treffen aus nördlicher Richtung die Italienallee und aus südlicher Richtung die Romstraße auf den Straßenzug. Historisch ist die Straße vor allem mit der tiefgreifenden Umgestaltung Bozens während der faschistischen Herrschaft verbunden. Namensgeber war der römische Feldherr Drusus, Stiefsohn des Augustus, der 15 v. Chr. gemeinsam mit seinem Bruder Tiberius einen römischen Alpenfeldzug leitete. Ob Drusus durch das heutige Bozner Stadtgebiet zog, ist nicht zweifelsfrei nachweisbar. Die antike Straßenstation Pons Drusi („Brücke des Drusus“), deren genaue Lage unbekannt ist, wird traditionell mit dem Bozner Raum in Verbindung gebracht. Die Benennung war politisch aufgeladen, da sich das Regime auf die vermeintliche Kontinuität zwischen dem antiken Rom und dem Staat Mussolinis berief. Die Benennung von Allee und Brücke sollte dabei Bozens Zugehörigkeit zur italienischen Romanità historisch legitimieren.

Texto: Wikipedia en alemán, CC BY-SA 4.0. · Imagen: paolo from tv, preganziol (Public domain) ·

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