Común · Lugares
Grafschaft Schwalenberg
Noble family
Condado, Schieder-Schwalenberg
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Die Grafschaft Schwalenberg der Grafen von Schwalenberg war ein historisches mittelalterliches Territorium im heutigen westfälisch-nordhessischen Raum. Eine abgespaltene Linie blüht noch heute, die Grafen und späteren Fürsten zu Waldeck und Pyrmont. Die Angehörigen der Familie waren zunächst billungische und welfische Lehnsgrafen. Erstmals erscheinen sie wohl im Jahre 1031 mit einem Grafen Widekind im Wetigau, aber als erster Angehöriger des Geschlechts sicher belegt ist erst Widekind I. im Jahre 1127. Ihren Sitz hatten sie ursprünglich auf der Oldenburg bei Marienmünster. In deren unmittelbarer Nähe stifteten Widekind I. und seine Frau Lutrud von Itter 1127 auf Anraten seines Cousins (oder Schwagers), des Paderborner Bischofs Bernhard I. von Oesede, die Benediktiner-Abtei Marienmünster als Sühnekloster. Im Laufe der Zeit erwarben sie verschiedene Hoheitsrechte und Gerichte und verfügten schließlich über einen beträchtlichen Lehns- und Eigenbesitz einmal zwischen Herford und Höxter sowie in der Gegend um Korbach und Waldeck. Insbesondere nach der Entmachtung Heinrichs des Löwen und der Zerschlagung des Stammesherzogtums Sachsen 1180 entwickelten sich die Schwalenberger zum mächtigsten Geschlecht im Gebiet zwischen Herford und Höxter. Sie nahmen dabei eine fast reichsunmittelbare Stellung ein. Ihre Bedeutung zeigt sich auch darin, dass sie in den Jahren 1124 bis 1189 die Vogtei über das Hochstift Paderborn innehatten.
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