Común · Arquitectura
Kloster Maihingen
Monasterio, Alemania
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Das Kloster Maihingen ist ein ehemaliges Kloster der Minoriten (Franziskaner-Konventualen) in Maihingen in Bayern in der Diözese Augsburg. Das der Unbefleckten Empfängnis geweihte Kloster wurde 1437 von Johann dem Ernsthaften, Graf von Oettingen, und seiner Familie auf Anregung des Dekans Konrad Rösers, Pfarrer von Maihingen, gegründet und 1473 dem Birgittenorden übertragen. Die Klosterwirtschaft, vor allem aber die Plünderung und teilweise Zerstörung des Klosters einschließlich der bedeutenden Bibliothek im Bauernkrieg von 1525 sind in den Aufzeichnungen der Priorin Walpurgis Scheffler anschaulich dokumentiert. Von 1607 bis 1803 war Maihingen ein Kloster der Minoriten. Das Kloster wurde 1802 im Zuge der Säkularisation dem Haus Oettingen-Wallerstein übereignet, das das Vermögen übernahm, den Minoriten aber den Verbleib im Kloster erlaubte. Eine große Besonderheit stellt die 1737 durch Johann Martin Baumeister (Eichstätt) erbaute Orgel dar, da diese nach der Säkularisierung durch napoleonische Truppen versiegelt und fortan nicht mehr gespielt wurde. Erst 1987–1991, nach 185-jährigem Schweigen, wurde das Instrument durch G. F. Steinmeyer (Oettingen) und Hildenbrand (Überlingen, Metallpfeifen) nach strengsten denkmalpflegerischen Richtlinien restauriert und gilt seitdem als die mit dem höchsten Originalitätsgrad erhaltene deutsche Barockorgel: Stimmungsart, Stimmtonhöhe, Intonation. Die einzige moderne Zutat ist ein Motor zusätzlich zu der historischen Balganlage. (Von dieser Orgel existiert ein komplettes Sampleset.) 1841 wurde in Maihingen die Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek und Kunstsammlung untergebracht.
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