Común · Arquitectura

Wartberch

Castle in Warburg, Germany

Burgstall, Warburg

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Die Burg Wartberch (Uuardbergi, Vuartberch) ist eine abgegangene, bereits in der frühen Neuzeit bis auf wenige Reste zerstörte Höhenburg oberhalb des Diemeltales, nahe der hessischen Grenze. Aus ihr entstand die Stadt Warburg im heutigen Kreis Höxter in Nordrhein-Westfalen. Scherbenfunde verweisen bereits auf eine Besiedlung des Berges seit der Jungsteinzeit. Die Anfänge einer Burganlage werden für die karolingisch/ottonische Zeit vermutet. Um 1000 war sie der Mittelpunkt einer Grafschaft, die weite Gebiete im sächsischen Hessengau, im Ittergau und im Nethegau umfasste und von den Haolden beherrscht wurde. Durch die günstige Lage auf einem Bergsporn nördlich der Diemel konnten von ihr aus die dort den Fluss kreuzenden Handelswege kontrolliert werden. Graf Dodiko, der letzte seines Stammes, feierte in ihrem mindestens zweigeschossigen Hauptgebäude 1017/18 gemeinsam mit Bischof Meinwerk das Andreasfest und verfügte nach dem tödlichen Unfall seines einzigen Sohnes und Erben, dass die Burg einschließlich der Andreaskapelle und der sonstigen zugehörigen Güter nach seinem Tod an das Hochstift Paderborn fallen solle. Die Paderborner Bischöfe bauten die Burg im 12. und 13. Jahrhundert planmäßig zur Absicherung ihrer Grundherrschaft nach Süden aus, errichteten einen hohen Bergfried, erneuerten die Kapelle zu einer dreischiffigen Andreas-Basilika, deren Krypta noch erhalten ist und umgaben das ca. 1,5 ha große Burgplateau mit einer 2,20–2,45 m starken, noch in Teilen erhaltenen Ringmauer. Sie fügten im Norden eine Vorburg hinzu, erhoben die sich östlich der Burg entwickelnde Siedlung (villa) um 1190 zur Stadt (civitas) und gründeten wenig später auf dem nördlich davon gelegenen Bergrücken eine Neustadt (nova civitas), die bereits um 1239 eine ausgebildete Ratsverfassung aufwies.

Texto: Wikipedia en alemán, CC BY-SA 4.0. · Imagen: Franz Josef Brand: Burgruinen in der Stadt Warburg (ca. 1825... (Public domain) ·

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