Commune · Savoirs
Fresnel-Prisma
Prisme
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Ein Fresnel-Prisma oder Fresnelprisma [fʀɛˈnɛl] ist eine volumen- und massereduzierte Bauform eines optischen Prismas. Das Prinzip wurde nach dem französischen Physiker Augustin Jean Fresnel benannt und funktioniert analog zur Fresnel-Linse. Eine aus Kunststoff, wie Polyvinylchlorid, gefertigte Folie mit Fresnel-Prismen, wird auch als Prismenfolie (genauer Fresnel-Prismenfolie) bezeichnet. Da Licht nur beim Passieren der Prismenoberflächen gebrochen wird, ist der Brechungswinkel nicht von der Dicke, sondern nur von dem Winkel zwischen den beiden Oberflächen abhängig. Das Volumen des Fresnel-Prismas ist durch eine Aufteilung in streifenförmige Bereiche und somit viele kleine Einzelprismen verringert, deren Dicke ungefähr gleich ist. Durch die erforderlichen Schrägen der Oberflächen erhält das Prisma eine Reihe streifenförmiger Stufen. Die Abbildungsqualität wird durch die Stufenstruktur verschlechtert. In der Augenheilkunde (Ophthalmologie) wird die Umlenkeigenschaft eines Prismas zur Behandlung von latentem (Heterophorie) und manifestem (Heterotropie) Schielen, sowie Nystagmus und okulär bedingten Kopfzwangshaltungen genutzt. Prismenbrillen können dafür sorgen, dass Symptome wie Doppelbilder oder Asthenopie reduziert oder gar beseitigt werden. Ein Nachteil von prismatischen Brillengläsern ist ggf. deren höheres Gewicht.
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