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Apostolikumsstreit
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Der Apostolikumsstreit war vom mittleren 19. bis zum frühen 20. Jahrhunderts eine Auseinandersetzung um die Bindung an die altkirchlichen Bekenntnisse innerhalb der reformierten Kirchen in der Schweiz und der deutschen evangelischen Landeskirchen. Während in der Schweiz in Folge des Apostolikumsstreits die Bekenntnisfreiheit gilt, sind allen deutschen evangelischen Landeskirchen das Apostolische Glaubensbekenntnis (Apostolikum) und das Nicäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis gemeinsam. Das Apostolikum wird in den reformierten Kirchen außerhalb des Taufritus eher selten im Gottesdienst gesprochen, etwa am Reformationssonntag. In den reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz begann die Auseinandersetzung über die Verpflichtung zum Apostolikum 1845 in der Schweizerischen Predigergesellschaft und in der St. Galler Synode. Dort wurde der Antrag noch abgelehnt, dass man das Apostolikum aus dem Taufritus streichen solle. In der reformierten Kirche des Kantons Zürich wurde die Diskussion 1854 von Alois Emanuel Biedermann angeregt. 1868 einigte man sich in Zürich darauf, für Taufe und Abendmahl eine Auswahl zwischen zwei verschiedenen liturgischen Formen freizulassen. In der reformierten Kirche des Kantons Thurgau wurde 1876 das obligatorische Apostolikum abgeschafft. An seine Stelle trat das Thurgauer Bekenntnis, das jedoch nicht verbindlich wurde.
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