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Laucherthal

Human settlement

Povoamento humano, Sigmaringendorf

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Laucherthal ist ein Ortsteil der Gemeinde Sigmaringendorf im baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen mit 593 Einwohnern. Das Dorf entstand als Arbeitersiedlung im Jahr 1708, als Fürst Meinrad II. von Hohenzollern-Sigmaringen dort zur Verhüttung des in der Gegend oberirdisch gefundenen Bohnerzes eine Eisenschmelze errichtete. Laucherthal liegt auf 626 m ü. NN eingebettet in das idyllische Laucherttal und gehört zum Naturpark Obere Donau. Auf den Feldern oberhalb der Ortschaft sowie in der Umgegend finden sich Grabhügel (Im Volksmund der so genannte „Hennabühl“, wohl nicht abgeleitet von den dort zahlreich vorhandenen Rebhühnern (Henna), sondern von Heunenbühl = Hunnenhügel, von mittelhochdeutsch Huine, Hüne = Riesen und bühel=Hügel). Die Grabhügel sollen aus keltischer und vorkeltischer Zeit stammen. Schon die Römer sollen das Eisenerz abgebaut haben und an der Stelle des heutigen Heiß-Walzwerks an der Lauchert soll eine Erzwaschanlage gestanden haben. In noch früherer Zeit sollen die Kelten, deren bekannter Fürstensitz, die „Heuneburg“, nur wenige Kilometer entfernt liegt, das Bohnerz der Gegend verwendet haben, auch als Tauschobjekt im Handel mit Griechenland. Im 19. Jahrhundert müssen die Wälder noch voll von Hirschen gewesen sein, denn in der Chronik von Sigmaringendorf steht der Bericht des damaligen Chronisten, die gewöhnliche Tracht der Männer habe aus Hirschlederhosen bestanden.

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