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Schloss Leitheim

Château

Château, Kaisheim

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Schloss Leitheim, die ehemalige Sommerresidenz der Äbte des nahegelegenen Klosters Kaisheim, ist ein dreigeschossiges quadratisches Gebäude, welches auf einer Anhöhe über dem Nordufer der Donau in der Nähe von Donauwörth liegt, mit Fernblick auf die Donau-Lechebene und erreichbar vom Donauradweg aus. Das gesamte Areal wurde als Prototyp eines repräsentativen geistlichen Herrensitzes erbaut. Heute wird es als Hotel und für Veranstaltungen genutzt. Der Hof Litun (Leiten, heute Leitheim) wurde erstmals 1147 erwähnt, 1185 ist hier eine Kapelle belegt. Bis zum Jahr 1770 wurde an den Donauhängen ertragreicher Weinbau (in Spitzenjahren bis 50.000 Liter Wein) betrieben: 1542 wurde der Leitheimer Weinberg mit einer festen Mauer umgeben und ein prächtiges Weingärtnerhaus errichtet, von dem aus man 'bei klarem Himmel die ganze kaiserliche Stadt Augsburg mit dem herrlichsten Prospekt sehen kann'. Abt Elias Götz ließ die Hofanlage, die während des Dreißigjährigen Kriegs zerstört worden war, zur repräsentativen Sommerresidenz des Klosters Kaisheim ausbauen: 1751 ließ der kunstsinnige Abt Coelestin I. Mermos das Schloss zu einer prächtigen Residenz mit großem Festsaal in Formen des Rokoko ausschmücken. Dabei verdient besondere Hervorhebung einer der bedeutendsten Freskenzyklen des süddeutschen Rokoko, gestaltet von Gottfried Bernhard Göz, der ein einheitliches ikonographisches Konzept bildet: die fünf Sinne, die vier Elemente, die vier Temperamente und die periodischen Zeitzyklen der vier Lebensalter, die vier Jahreszeiten und der Wechsel von Tag und Nacht und Nacht und Tag. Nach der Säkularisation (1802) brachen für Schloss und Kirche schwere Zeiten an. Nach dem Tod des letzten Abtes Franz Xaver Müller – der auf Staatskosten in Schloss Leitheim als Alterssitz bis zu seinem Tod 1817 residierte – wurde überlegt, beide Gebäude abzubrechen. Schließlich veranlasste 1820 König Maximilian I. Joseph den Verkauf des Anwesens an seinen Oberstküchenmeister und späteren Obersthofmarschall Friedrich Ludwig Camil Marquis de Montperny.

Texto: Wikipédia em alemão, CC BY-SA 4.0. · Imagem: de:User:Manfi.B. (CC BY-SA 3.0) ·

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