Comum · Saberes
Schluchtwald
Tipo de biótopo
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Schlucht- und Hangmischwälder sind ein europäischer Waldtyp. Im pflanzensoziologischen System bilden sie den Verband Tilio-Acerion. Außerdem sind sie ein Lebensraumtyp im Rahmen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union. Aus vegetationskundlich-ökologischer Sicht sind es Wälder, die an so steilen Hängen wachsen, dass die oberste Boden- und Gesteinsschicht nicht stabil ist, sondern immer wieder Erosion wirksam wird, die aus den steilen Oberhangbereichen Gesteinsbrocken und Feinboden durch Wasser, Frost und Wurzelsprengung hangabwärts befördert, so dass sich am Unterhang ein mächtigeres Kolluvium ansammelt, während der Oberboden durch sehr flachgründige Böden bis hin zu anstehendem Fels geprägt ist. Die hier wachsenden Arten müssen also diesen Abtrag am Oberhang und die teilweise Überschüttung am Unterhang ertragen. In Zentraleuropa ist die Buche (Fagus sylvatica) auf den meisten Böden die dominante Baumart (Fagetalia), im Schluchtwald dagegen fehlt sie weitgehend, da sie die oben genannten Standortsfaktoren offenbar schlecht verträgt und als wichtigste Konkurrenten können sich Bergahorn, Bergulme und Esche auf den meist auch schattigeren Unterhängen durchsetzen (Tilio platyphylli-Acerion pseudoplatani, Unterverband Lunario Acerion pseudoplatani). Wenn der Wasserhaushalt auf Sonnseiten und im flachgründigeren Oberhang kritischer wird, übernehmen Spitzahorn und Sommerlinde oft die Dominanz (Unterverband Tilenion platyphylli). Es handelt sich um Laubwälder, die ökologisch den Buchenwäldern nahestehen, in denen aber die Baumart Buche (Fagus sylvatica) zurücktritt oder ganz fehlt. Schlucht- und Hangmischwälder sind oft baumartenreiche Mischwälder. Forstlich wurden die beteiligten Baumarten lange Zeit als „Edellaubhölzer“ bezeichnet, heute ist die profanere Bezeichnung „ALH“, andere Laubhölzer mit hoher Lebensdauer, gängiger.
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