Incomum · Telas
Sealed Lips
2018 film by Bernd Böhlich
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Und der Zukunft zugewandt ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2019. Regisseur und Drehbuchautor Bernd Böhlich versetzt den Zuschauer in die frühe DDR, die den Aufbruch in eine neue Zukunft wagen und zugleich Teile der Vergangenheit verdrängen will. Im Mittelpunkt stehen drei deutsche Frauen, die nach mehr als zehnjähriger Haft in sowjetischen Gulags freikommen, über das Erlittene jedoch schweigen müssen. Den Anstoß, sich mit diesem in der DDR tabuisierten Thema zu beschäftigen, erhielt Böhlich durch die Begegnung mit der Schauspielerin Swetlana Schönfeld im Jahr 1988. Dem Schicksal ihrer Mutter ist die Filmgeschichte der Protagonistin Antonia Berger nachempfunden, speist sich aber laut Vorspann auch aus Berichten und Gesprächen mit weiteren Zeitzeugen. In dem Film wirkt Schönfeld in der Rolle von Antonias Mutter selbst mit. Der Titel ist ein Zitat aus Johannes R. Bechers Nationalhymne der DDR. Fürstenberg, DDR, 1952: Drei Frauen kehren aus sowjetischer Gefangenschaft in ihre deutsche Heimat zurück. Alle drei waren in den 1930er Jahren, als junge Kommunistinnen, in das Land der von ihnen erhofften politischen Zukunft aufgebrochen, dort aber im Zuge der Stalinschen Säuberungen zu langjährigen Haftstrafen abgeurteilt worden, die sie seither bei schwerster körperlicher Arbeit unter extremen äußeren Bedingungen in Gulags verbüßen mussten – ohne sich einer Schuld bewusst zu sein. Aus Sicht der DDR-Parteifunktionäre darf dies auf keinen Fall publik werden.
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