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Sturmvogel

Organização sem fins lucrativos, Alemanha (1987)

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Der Sturmvogel – deutscher Jugendbund ist ein deutscher Jugendverband, dessen Ursprünge in der rechtsextremen Wiking-Jugend liegen. Der Sturmvogel wurde am 5. September 1987 in Lippoldsberg von Mitgliedern des zuvor aus der Wiking-Jugend ausgetretenen Arbeitskreises „Junge Familie“ gegründet, nachdem sich seit Ende 1984 die Führungsfunktionäre der Wiking-Jugend, vor allem der Bundesführer, immer deutlicher der rechtsextremen Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei angenähert hatten. Im Sturmvogel wollten sich diejenigen ehemaligen Mitglieder der Wiking-Jugend sammeln, die den neonazistischen Kurs nicht mittrugen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Reiner Schmitz, Wolfgang Dünkel, Gerd Rothe, Ralf Küttelwesch, Christel Littauer und Rudi Wittig, letzterer hatte sich im September 1987 von der Wiking-Jugend getrennt und war dort zuvor Bundesfahrtenführer. Zwischen Wittig und Wolfgang Nahrath, von 1965 bis 1991 Bundesführer der Wiking-Jugend, war es zu erheblichen Differenzen gekommen, infolge derer Wittig die Wiking-Jugend verließ. Der ehemalige stellvertretende Bundesführer des Sturmvogels und Alter Herr der Burschenschaft Danubia München, Ralf Küttelwesch, war Anfang der 1990er Jahre einer der verantwortlichen Studenten eines von Hans-Helmuth Knütter eingerichteten „Ost-West-Arbeitskreises“, der Veranstaltungen mit Hans-Dietrich Sander, David Irving und Frank Rennicke in Räumen der Universität Bonn organisiert hatte. Zum Führungskreis des Sturmvogel gehörte Anfang der 1990er Jahre auch Edda Schmidt, ehemalige Vorsitzende des Ringes Nationaler Frauen. Personelle Verknüpfungen gab es Anfang der 1990er Jahre mit der Deutschen Liga für Volk und Heimat, den Republikanern und der rechtsextremen Initiative Gesamtdeutschland. Mitglieder des Verbands nahmen 1992 an der IJzerbedevaart und 1993 an einem Rudolf-Heß-Gedenkmarsch teil.

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