Rara · Saberes
Waldmöpse
Escultura
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Die Waldmöpse sind mehrere „lebensgroße“ Plastiken, die seit 2015 im Stadtgebiet Brandenburgs an der Havel an verschiedenen Stellen aufgestellt sind. Der Waldmops ist eine Kunstfigur des Humoristen Loriot, der in der Stadt gebürtig und ihr Ehrenbürger ist. Die Plastiken wurden von der Künstlerin Clara Walter geschaffen. Die Figur des Waldmopses entstammt dem Sketch Tierstunde – Der wilde Waldmops des Humoristen Loriot, den dieser 1972 in der neunzehnten Folge der Fernsehserie Cartoon präsentierte. In dem Sketch geht es um die fabulierte Zucht des Mopses von einem großen elchartigen und gehörnten Wildtier zum Rasse- und Schoßhund. In deutschen Wäldern habe als Übergangsform nur der „scheue Waldmops“, der als im Grunde mopsähnlich, jedoch ein „kurzes, aber kräftiges Gehörn“ tragend, beschrieben wird, überlebt. Er richte schwere Schäden an Flora und Fauna an, überwintere zu Hunderttausenden in Südafrika und habe im Frühling an der Mündung der Weser seine Paarungsgebiete. Der Kommentar des von Loriot gespielten Moderators der Sendung Tierstunde Horst Stern wandelt sich dabei von scharfer Kritik an blindem Züchterehrgeiz auf Kosten eines ehemals edlen Tieres, das als „Herr des Waldes“ seine „freiheitliche Würde“ gehabt habe, zu einer widersprüchlichen, ebenso scharfen Kritik an der Untätigkeit der Bundesforstverwaltung angesichts der teuren Waldschäden, bei denen romantische Tierliebe fehl am Platz sei. Ein Elch verkörpert im Film die wilde Urform und ein mit einem kleinen Geweih versehener Mops stellt den scheuen Waldmops dar. Die allmähliche Veränderung des Körperbaus und die zunehmende Verkümmerung des Geweihs werden mit mehreren Zeichnungen Loriots illustriert.
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