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Zirkelgesellschaft
Patrician society from Lübeck
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Die Zirkelgesellschaft war als Patriziergesellschaft eine Vereinigung des städtischen Patriziats in Lübeck. Der offizielle Name der am 2. September 1379 gegründeten Bruderschaft von Fernhandelskaufleuten war Gesellschaft der heiligen Dreifaltigkeit zu Lübeck. Wegen ihres Zeichens, eines offenen Zirkels in einem unten etwas offenen Kreis – einem Symbol der Trinität – wurde sie jedoch allgemein Zirkelgesellschaft oder Zirkelkompanie genannt. Später war sie auch unter dem Namen Junkerkompanie bekannt. Der Begriff Junker bezeichnet in diesem Zusammenhang jüngere männliche Mitglieder von ratsfähigen Familien. Der Zusammenhalt der führenden, meist aus Westfalen zugewanderten Familien - darunter die adeligen Erbmännerfamilien Warendorp, Travelmann und Kerkring - war seit Gründung der Stadt 1143 eng; der Historiker Philippe Dollinger verweist auf ein Schreiben aus dem Jahr 1380, wonach die Mehrzahl der Ratsmitglieder zumindest im 3. Grad verwandt waren. Die Gesellschaft verband religiöse mit repräsentativen und politischen Motiven. Die Gründungsurkunde war an sich ein Vertrag über die Gebetsverbrüderung zwischen den Gründern und den Franziskanern an St. Katharinen: Neun Personen, Boldewin Speygeler, die Brüder Gerd und Hermann Darsow, die Brüder Heinrich und Johann Meteler, Marquard von Dame, Jacob Holk, Hermann More oder Morum und Arnd von der Brügge, schließen einen Vertrag mit den Mönchen des Katharinenklosters, die ihnen eine Kapelle in ihrer damals noch neuen Klosterkirche überlassen.
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